Discussion:
Körperschaftssteuer bei GmbH
(zu alt für eine Antwort)
Anna
2004-11-03 09:09:42 UTC
Permalink
Hallo, NG,


ich würde trotz eines eigentlich sehr niedrigen Gewinns meine GmbH aus
haftungstechnichen Gründen in eine GmbH umwandeln bzw. eine GmbH gründen
(ich wäre alleinige Geschäftsführer). Bin ich richtig informiert, dass ich
hier (anders als bei meinem bisherigen GEwerbe) in jedem Fall 25%
Körperschafsteuer zahle, selbst bei einem nur sehr niedrigen Gewinn?
(Beispiel: WEnn ich nur z.B. 10.000 Euro Gewinn erwirtschafte, davon gehen
dann 25% weg!?). Als Gewerbetreibender habe ich bei so einer Größenordnung
fast gar keine Steuern gezahlt ...

Zählt der Geschäftsführergehalt einer GmbH zu den Ausgaben? Falls ja, gibt
es hier eine Untergrenze, d.h. kann ich mir als GF nur 800,- Euro pro Monat
bezahlen? Und wenn dies zu den Ausgaben gehört, spätestens dann wäre der
Gewinn der GmbH gleich Null. Geht so was auf Dauer überhaupt?


DANKE für Eure Hilfe!


Anna
Gerhard Faehling
2004-11-03 09:40:51 UTC
Permalink
Post by Anna
ich würde trotz eines eigentlich sehr niedrigen Gewinns meine GmbH aus
haftungstechnichen Gründen in eine GmbH umwandeln bzw. eine GmbH gründen
(ich wäre alleinige Geschäftsführer).
ich nehme mal an, dass Du Dein Einzelunternehmen umwandeln willst.
Post by Anna
Bin ich richtig informiert, dass ich hier (anders als bei meinem
bisherigen GEwerbe) in jedem Fall 25% Körperschafsteuer zahle,
selbst bei einem nur sehr niedrigen Gewinn?
Ja - korrekt. Eine Kapitalgesellschaft hat keine Freibeträge.
Post by Anna
Zählt der Geschäftsführergehalt einer GmbH zu den Ausgaben?
Selbstverständlich.
Post by Anna
Falls ja, gibt es hier eine Untergrenze, d.h. kann ich mir
als GF nur 800,- Euro pro Monat bezahlen?
Ja.
Post by Anna
Und wenn dies zu den Ausgaben gehört, spätestens dann wäre der
Gewinn der GmbH gleich Null. Geht so was auf Dauer überhaupt?
Ja. Die GmbH sollte nur nicht überschuldet werden, d.h. Du solltest
nicht dauerhaft mehr ausgeben als Du einnimmst.

Und es gibt gewisse Regeln für das Zahlen von Gehälter von einem
Gesellschafter-Geschäftsführer - das kannst Du nicht einfach von Monat
zu Monat der aktuellen Lage anpassen.
Post by Anna
Anna
Richtiger Name wäre echt nett!

Ciao

Gerhard
Alfred
2004-11-03 09:46:01 UTC
Permalink
Post by Anna
ich würde trotz eines eigentlich sehr niedrigen Gewinns meine GmbH aus
haftungstechnichen Gründen in eine GmbH umwandeln bzw. eine GmbH gründen
(ich wäre alleinige Geschäftsführer). Bin ich richtig informiert, dass ich
hier (anders als bei meinem bisherigen GEwerbe) in jedem Fall 25%
Körperschafsteuer zahle, selbst bei einem nur sehr niedrigen Gewinn?
(Beispiel: WEnn ich nur z.B. 10.000 Euro Gewinn erwirtschafte, davon gehen
dann 25% weg!?). Als Gewerbetreibender habe ich bei so einer Größenordnung
fast gar keine Steuern gezahlt ...
Zählt der Geschäftsführergehalt einer GmbH zu den Ausgaben? Falls ja, gibt
es hier eine Untergrenze, d.h. kann ich mir als GF nur 800,- Euro pro Monat
bezahlen? Und wenn dies zu den Ausgaben gehört, spätestens dann wäre der
Gewinn der GmbH gleich Null. Geht so was auf Dauer überhaupt?
DANKE für Eure Hilfe!
Anna
Hallo Anna,
denke einmal über eine GmbH & Co. KG nach. Die dürfte steuerlich die
günstigste Rechtsform sein und erfüllt bezüglich der Haftungsbegrenzung den
gleichen Zweck.

LG
Alfred
Thomas Budich
2004-11-03 10:54:06 UTC
Permalink
Hallo ohne-name,
Post by Alfred
Hallo Anna,
denke
1. Witz
Post by Alfred
einmal über eine GmbH & Co. KG
2. Witz
Post by Alfred
sein und erfüllt bezüglich der Haftungsbegrenzung den
jetzt weiß ich frisch wozu "realnmamenfilter" und überhaupt gegen
Trolle gut sind.
--
Mit freundlichen Gruessen Dipl.-Ing.(FH) Thomas Budich
[ E-Mail Antworten hierauf werden automatisch gelöscht ]
Martin Hentrich
2004-11-03 10:26:54 UTC
Permalink
Anna bemerkte:
^^^ach ja, die Anna, kann sich weder nen Realnamen, noch ne GmbH
leisten.
Post by Anna
ich würde trotz eines eigentlich sehr niedrigen Gewinns meine GmbH aus
haftungstechnichen Gründen
Welche haftungstechnischen Gründe siehst du denn da?
Post by Anna
...in eine GmbH umwandeln
Aaaaahh, ja, also eine GmbH in eine GmbH umwandeln.
Post by Anna
bzw. eine GmbH gründen
(ich wäre alleinige Geschäftsführer). Bin ich richtig informiert, dass ich
hier (anders als bei meinem bisherigen GEwerbe) in jedem Fall 25%
Körperschafsteuer zahle, selbst bei einem nur sehr niedrigen Gewinn?
Das ist wohl so.
Post by Anna
(Beispiel: WEnn ich nur z.B. 10.000 Euro Gewinn erwirtschafte, davon gehen
dann 25% weg!?).
Ja.
Post by Anna
Als Gewerbetreibender habe ich bei so einer Größenordnung
fast gar keine Steuern gezahlt ...
Das war ja dann deine Einkommensteuer.
Post by Anna
Zählt der Geschäftsführergehalt einer GmbH zu den Ausgaben?
Selbstverständlich.
Post by Anna
Falls ja, gibt es hier eine Untergrenze, d.h. kann ich mir als GF nur 800,- Euro pro Monat
bezahlen?
Sicher.
Post by Anna
Und wenn dies zu den Ausgaben gehört, spätestens dann wäre der
Gewinn der GmbH gleich Null. Geht so was auf Dauer überhaupt?
Sicher, warum denn nicht? Hauptsache die GmbH macht nicht Dauerverluste,
dann muß sie irgendwann Insolvenz anmelden.
Post by Anna
DANKE für Eure Hilfe!
Bitte brüll doch nicht so (Großschrift gilt hier als Brüllen)

Martin
--
Aussagen sind stets IMHO und ohne Gewähr,
Ausnahmen bestätigen die Regel, Regeln gelten nur im Prinzip
Auf Unvollständigkeit wird ausdrücklich hingewiesen!
Martin Schoenbeck
2004-11-03 13:06:27 UTC
Permalink
Hallo Martin,
Post by Martin Hentrich
^^^ach ja, die Anna, kann sich weder nen Realnamen, noch ne GmbH
leisten.
Ach, die Anna ist wieder da. Mal gespannt, wie oft und wo überall sie diese
Frage jetzt stellt.
Post by Martin Hentrich
Post by Anna
(Beispiel: WEnn ich nur z.B. 10.000 Euro Gewinn erwirtschafte, davon gehen
dann 25% weg!?).
Ja.
Mindestens. Gewerbesteuer dürfte ja auch noch in fühlbarer Höhe anfallen.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-03 14:01:10 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Mindestens. Gewerbesteuer dürfte ja auch noch in fühlbarer Höhe anfallen.
BTW1: Ist Körperschaftssteuer eigentlich als Betriebs-
ausgabe abziehbar? (Wie Gewerbesteuer - aber die mindert
ja auch ihre eigene Bemessungsgrundlage; im Hinblick auf
die KöSt hab ich das noch nicht gelesen.)

BTW2: Gibts irgendeine Software, mit der man eine KöSt-
Erklärung machen kann? Bilanz, EÜR, ESt, USt & Co. können
sie ja irgendwie alle (GS-FIBU, WISO Sparbuch etc.), aber
für die KöSt hab ich noch nirgendwo was gefunden (kann man
die eigentlich auch ELSTERn?).

Danke & Gruß Matthias.
Will Berghoff
2004-11-03 14:09:00 UTC
Permalink
Post by Matthias Hanft
BTW1: Ist Körperschaftssteuer eigentlich als Betriebs-
ausgabe abziehbar? (Wie Gewerbesteuer - aber die mindert
ja auch ihre eigene Bemessungsgrundlage; im Hinblick auf
die KöSt hab ich das noch nicht gelesen.)
Witzig.

Gruß
Will
Matthias Hanft
2004-11-03 14:20:59 UTC
Permalink
Post by Will Berghoff
Witzig.
Ok, hätt' ja sein können... :-)

Wird die Zahlung dann außerhalb der Bilanz dem Betriebs-
gewinn zugeschlagen? Denn wenns vom GmbH-Konto bezahlt
wird, wirds ja erst mal als Betriebsausgabe (2200 oder
2203 im SKR03) gebucht und steht so auch in der GuV und
mindert dadurch den Betriebsgewinn. Wenn das nicht sein
darf, muß man's ja wohl irgendwie wieder wegkriegen?!

Gruß Matthias, der Körperschaftssteuerunkundige.
Martin Schoenbeck
2004-11-03 14:52:35 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Wird die Zahlung dann außerhalb der Bilanz dem Betriebs-
gewinn zugeschlagen? Denn wenns vom GmbH-Konto bezahlt
wird, wirds ja erst mal als Betriebsausgabe (2200 oder
2203 im SKR03) gebucht und steht so auch in der GuV und
mindert dadurch den Betriebsgewinn. Wenn das nicht sein
darf, muß man's ja wohl irgendwie wieder wegkriegen?!
Ob man die Vorauszahlungen dahin bucht, ist zunächstmal Geschmacksache, in
die BWA sollten sie aber nicht als Kosten eingehen. Im Endeffekt buchst Du
ganz zum Schluß, wenn Du weißt, wieviel Gewinn Du gemacht hast, die
erwartete Steuer auf 2200 etc. gegen Rückstellungen für Ertragssteuern
(09irgendwas). Die Vorauszahlungen buchst Du entweder vorher auf
Forderungen rüber oder Du buchst nur noch die Differenz. Ich bevorzuge die
erste Variante.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-03 15:13:34 UTC
Permalink
Martin Schoenbeck schrieb:

[KöSt]
Post by Martin Schoenbeck
Ob man die Vorauszahlungen dahin bucht, ist zunächstmal Geschmacksache, in
die BWA sollten sie aber nicht als Kosten eingehen.
IIRC ist da die Standardeinstellung in den meisten Pro-
grammen, daß sowas abgesetzt von den übrigen Kosten ganz
unten unter "Neutraler Aufwand" (oder warens "Übrige
Steuern" oder so ähnlich?) erscheint. Mindert also
insofern durchaus das BWA-Ergebnis, aber man sieht's
auf einen Blick, wieviel das ist...
Post by Martin Schoenbeck
Im Endeffekt buchst Du
ganz zum Schluß, wenn Du weißt, wieviel Gewinn Du gemacht hast, die
erwartete Steuer auf 2200 etc. gegen Rückstellungen für Ertragssteuern
(09irgendwas). Die Vorauszahlungen buchst Du entweder vorher auf
Forderungen rüber oder Du buchst nur noch die Differenz. Ich bevorzuge die
erste Variante.
Hm. Also erst Bilanz und GuV machen, und _danach_ die
erwartete KöSt auf 2200 buchen (was ja schlagartig
den Gewinn in der GuV um die KöSt vermindert)?! (Mal
den einfachen Fall _ohne_ Vorauszahlungen angenommen.)
Oder hab ich Dich da mißverstanden?!

Gruß Matthias.

PS: Sorry, wenn das dumme und/oder naive Fragen sind,
aber ich selbst hatte halt noch nie eine Körper-
schaft :-) (und die befreundeten GmbHs, bei denen
ich einen Blick in die Bilanzen und die KöSt-Berech-
nung werfen durfte, hatten so große Sprünge zwischen
Gewinnen und Verlusten in verschiedenen Jahren, daß
ich durch die ganzen Gewinn- und Verlust-Vor- und
-Rückträge die Berechnung und Buchung der KöSt irgend-
wie nie so richtig nachvollziehen konnte...

PPS: Gibts so ein Buch wie "Jahresabschluß leicht gemacht"
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3448055344/matthiashanft
auch für Kapitalgesellschaften? Ich hab da schon mal
intensiv gesucht, aber nur höchst spärliche und unin-
formative Ergebnisse erhalten... :-(
Martin Schoenbeck
2004-11-03 15:26:03 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Hm. Also erst Bilanz und GuV machen, und _danach_ die
erwartete KöSt auf 2200 buchen (was ja schlagartig
den Gewinn in der GuV um die KöSt vermindert)?! (Mal
den einfachen Fall _ohne_ Vorauszahlungen angenommen.)
Oder hab ich Dich da mißverstanden?!
Im Prinzip ja. Allerdings ist die Bilanz und GUV eben erst fertig, wenn
auch diese Zahlen gebucht sind. Der Gewinn, der dann bleibt, ist der, der
im nächsten Jahr Dein Eigenkapital erhöht (oder die Verlustvorträge
vermindert). Der körperschaftsteuerliche Gewinn ergibt sich dann, indem zum
Bilanzgewinn die rückgestellten Steuern wieder addiert werden (als nicht
abziehbare Aufwendungen).

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-03 15:47:26 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Im Prinzip ja. Allerdings ist die Bilanz und GUV eben erst fertig, wenn
auch diese Zahlen gebucht sind. Der Gewinn, der dann bleibt, ist der, der
im nächsten Jahr Dein Eigenkapital erhöht (oder die Verlustvorträge
vermindert). Der körperschaftsteuerliche Gewinn ergibt sich dann, indem zum
Bilanzgewinn die rückgestellten Steuern wieder addiert werden (als nicht
abziehbare Aufwendungen).
Ah, ok, ich glaub, ich habs kapiert: Man buche also die
KöSt des gegenwärtigen Jahres durchaus als "Ausgabe" in
die GuV, addiere sie zum daraus resultierenden Gewinn in
der KöSt-Erklärung jedoch wieder hinzu. Richtig?

Eine vernünftige Software für eine KöSt-Erklärung kennst
Du nicht zufällig?!

Gruß Matthias.
Martin Schoenbeck
2004-11-03 15:52:06 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Ah, ok, ich glaub, ich habs kapiert: Man buche also die
KöSt des gegenwärtigen Jahres durchaus als "Ausgabe" in
die GuV, addiere sie zum daraus resultierenden Gewinn in
der KöSt-Erklärung jedoch wieder hinzu. Richtig?
Das addieren passiert im Formular. Du trägst die Rückstellung in die Anlage
A ein. Der Bilanzgewinn kommt direkt in die KSt-Erklärung und dazu kommen
dann die n.a. Aufwendungen aus Anlage A.
Post by Matthias Hanft
Eine vernünftige Software für eine KöSt-Erklärung kennst
Du nicht zufällig?!
Nee, für meine paar Zahlen reicht ein Kuli.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-03 16:10:01 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Das addieren passiert im Formular. Du trägst die Rückstellung in die Anlage
A ein. Der Bilanzgewinn kommt direkt in die KSt-Erklärung und dazu kommen
dann die n.a. Aufwendungen aus Anlage A.
Aaahhh... die Anlage Ah :-)
Post by Martin Schoenbeck
Post by Matthias Hanft
Eine vernünftige Software für eine KöSt-Erklärung kennst
Du nicht zufällig?!
Nee, für meine paar Zahlen reicht ein Kuli.
Ok, und ein Buch zu dem Thema kennst Du auch nicht? Woher
weiß Dein Kuli, wo er was einzutragen hat? :-)

Gruß Matthias.
Martin Schoenbeck
2004-11-03 16:41:05 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Ok, und ein Buch zu dem Thema kennst Du auch nicht? Woher
weiß Dein Kuli, wo er was einzutragen hat? :-)
Zum einen gibt's da ein Ausfüllanleitung. Na gut, die ist eher ein Witz.
Dann steht natürlich auf dem Formular, was wo hin muß und die
entsprechenden Paragraphen muß man notfalls nachlesen. Meistens treffen die
glücklicherweise erkennbar nicht zu. Und als letzten Ausweg ruf ich beim
Finanzamt oder bei meinem Steuerberater an. Wobei: das letzte Mal, als ich
im FA gefragt habe, was in eine bestimmte Zeile muß (es waren zwei oder
drei Varianten plausibel), bekam ich als Antwort, das wüßte dort auch
niemand, ich sollte einfach eintragen, was ich für richtig hielte, die
Software bei ihnen würde das dann ohnehin passend machen. Hatte irgendwas
mit dem Übergang Anrechnungsverfahren -> Halbeinkünfteverfahren zu tun. Ich
weiß gar nicht mehr, ob ich dann noch meinen Steuerberater angerufen oder
versucht habe, das selbst zu verstehen. Einfach irgendwas einzutragen
widerstrebte mir jedenfalls.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Karl Jenz
2004-11-03 15:56:45 UTC
Permalink
Post by Matthias Hanft
Ah, ok, ich glaub, ich habs kapiert: Man buche also die
KöSt des gegenwärtigen Jahres durchaus als "Ausgabe" in
die GuV, addiere sie zum daraus resultierenden Gewinn in
der KöSt-Erklärung jedoch wieder hinzu. Richtig?
Hallo Matthias,
die Sache ist ganz einfach :-)
Es gibt da eine Anlage zu der KöSteuer mit Ausgaben,
die steuerlich keine sind (nicht abzugsfähig). Und
dazu zählen unter anderem auch *alle* Zahlungen
zur Körperschaftsteuer, egal ob Vorauszahlungen,
Nachzahlungen oder Rückstellungen oder ...
Post by Matthias Hanft
Eine vernünftige Software für eine KöSt-Erklärung kennst
Du nicht zufällig?!
Bei Elster gibt es da wohl noch nichts. Bei Datev
gibt es was, aber das dürfte nicht kostenlos sein
und wird vielleicht auch nicht an dich abgegegen.
Habt ihr keinen Steuerberater, der für dich die
Steuererklärungen macht? Sollte man nach meiner
Meinung echt überlegen, weil das Thema Steuern
irgendwie immer komplizierter wird. Und wegen
der Gebühren kann man sich eventuell bei
mehreren Steuerberatern erkundigen, es gibt
Unterschiede.
--
Mfg Karl Jenz
http://www.karl-jenz.privat.t-online.de
Matthias Hanft
2004-11-03 16:23:13 UTC
Permalink
Post by Karl Jenz
Es gibt da eine Anlage zu der KöSteuer mit Ausgaben,
die steuerlich keine sind (nicht abzugsfähig). Und
dazu zählen unter anderem auch *alle* Zahlungen
zur Körperschaftsteuer, egal ob Vorauszahlungen,
Nachzahlungen oder Rückstellungen oder ...
Ah, ok. Ich hab auch grad
http://www.steuer.bayern.de/vordrucke/05_kst/2003/index.htm
gefunden - jetzt muß man nur noch rausfinden, welche
dieser tausend Anlagen man mit abgeben muß... aber
ganz unten gibts ja auch eine Anleitung - die les
ich einfach mal durch :-)
Post by Karl Jenz
Habt ihr keinen Steuerberater, der für dich die
Steuererklärungen macht? Sollte man nach meiner
Meinung echt überlegen, weil das Thema Steuern
irgendwie immer komplizierter wird. Und wegen
der Gebühren kann man sich eventuell bei
mehreren Steuerberatern erkundigen, es gibt
Unterschiede.
Jo, also bei den GmbHs, die ich so kenne, macht das
natürlich der Stb. Aber a) wollte ich einfach mal
ein bißchen verstehen, was der da eigentlich so
treibt, und b) spiele ich ja mit dem Gedanken, selbst
eine GmbH zu gründen, und nur wegen einer KöSt-
Erklärung (den ganzen Rest hab' ich im Griff) zu
einem Stb zu rennen, fänd' ich etwas komisch (und
der Stb wohl auch :-)

Gruß Matthias.
Lutz Schulze
2004-11-03 17:43:04 UTC
Permalink
Post by Karl Jenz
Habt ihr keinen Steuerberater, der für dich die
Steuererklärungen macht? Sollte man nach meiner
Meinung echt überlegen, weil das Thema Steuern
irgendwie immer komplizierter wird.
In dem Falle wäre ich eher dafür, das zu vereinfachen.
Post by Karl Jenz
Und wegen
der Gebühren kann man sich eventuell bei
mehreren Steuerberatern erkundigen, es gibt
Unterschiede.
Nanu, wie das denn? Ist da nicht eine Gebührenordnung vor?

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator http://www.it-administrator.de/artikel/13301.html
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Matthias Hanft
2004-11-03 18:05:52 UTC
Permalink
Post by Lutz Schulze
Nanu, wie das denn? Ist da nicht eine Gebührenordnung vor?
Bei den meisten StbGeb kann sich der Stb zwischen X/10 und Y/10 der
Gebühr entscheiden (je nach Tätigkeit wohl so zwischen 2/10 und 40/10
oder so).

Das macht durchaus einen Unterschied :-)

Gruß Matthias.
Lutz Schulze
2004-11-04 07:17:31 UTC
Permalink
Post by Matthias Hanft
Bei den meisten StbGeb kann sich der Stb zwischen X/10 und Y/10 der
Gebühr entscheiden (je nach Tätigkeit wohl so zwischen 2/10 und 40/10
oder so).
Das macht durchaus einen Unterschied :-)
Kann ich mir vorstellen. Und wie kommunizieren die das?
Gibt es dann eine individuelle Gebührenliste oder muss man da bei
jedem Handschlag fragen?

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator http://www.it-administrator.de/artikel/13301.html
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Matthias Hanft
2004-11-04 07:44:53 UTC
Permalink
Lutz Schulze schrieb:
["Zehntel" eines Stb]
Post by Lutz Schulze
Kann ich mir vorstellen. Und wie kommunizieren die das?
Gibt es dann eine individuelle Gebührenliste oder muss man da bei
jedem Handschlag fragen?
Nach meiner langjährigen Erfahrung steht das frühestens
auf der Rechnung :-(((

Gruß Matthias.
Hans-Peter Popowski
2004-11-04 12:33:20 UTC
Permalink
"Matthias Hanft" <***@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@hanft.de...

Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
["Zehntel" eines Stb]
Post by Lutz Schulze
Kann ich mir vorstellen. Und wie kommunizieren die das?
Gibt es dann eine individuelle Gebührenliste oder muss man da bei
jedem Handschlag fragen?
Nach meiner langjährigen Erfahrung steht das frühestens
auf der Rechnung :-(((
ja, weil sich kaum jemand getraut das "Vertrauensverhältnis" durch
"unverschämte" Forderungen zu beeinträchtigen --> konkrete Auftragsvergabe
mit entsprechender Preisabsprache.
Verkaufst Du auch so? Preis? Na, mal sehen was hinten rauskommt. ;-))
Die Gebührenordnung sollte man schon parat haben und man sollte auch wissen,
was man will.

Kunde bei Karstadt: Also, ich möchte mich einkleiden; und dann hat man
letztendlich einen Berg Klamotten aufgehalst bekommen und Preis? Ja Sie
bekommen eine Rechnung zugeschickt.
Wäre das normal? Naja, vielleicht gibt es ein paar Außenseiter.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hans-Peter Popowski
2004-11-04 13:41:02 UTC
Permalink
"Lutz Schulze" <***@netzwerkseite.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@4ax.com...

Hallo Lutz,
Post by Lutz Schulze
Post by Matthias Hanft
Bei den meisten StbGeb kann sich der Stb zwischen X/10 und Y/10 der
Gebühr entscheiden (je nach Tätigkeit wohl so zwischen 2/10 und 40/10
oder so).
Das macht durchaus einen Unterschied :-)
Kann ich mir vorstellen. Und wie kommunizieren die das?
Gibt es dann eine individuelle Gebührenliste oder muss man da bei
jedem Handschlag fragen?
schriftlichen Auftrag, so bekommt man dann eben keine "kostenpflichtigen"
nicht gewünschten Nebenleistung aufgedrückt.
Ansonsten kann man den Preis auch aushandeln, also wo sich die Preise in der
Gebührenordnung ansiedeln, mehr in Richtung "von" oder mehr in Richtung
"bis".
Da gibt es sehr viel Verhandlungsspielraum, aber wie Mandanten, die
ausschließlich in Richtung von argumentieren, behandelt werden, sollte man
sich auch überlegen. ;-))

Aber das ist wie mit den Kundenrabatten, man bekommt sie oder bekommt sie
nicht.
Qualität sollte dabei auch ein wichtiges Kriterium sein, die Quantität der
vom StB gewollten zu erbringenden Leistungen ist meist nicht notwendig, also
sind wir wieder bei einer konkreten Auftragsvergabe, aber die muss der
Stpfl. (Mandant) erstellen.
Beispiel der eine UN benötigt eine BWA und der andere eben nicht, nur wenn
nichts vereinbart ist, dann bekommt man sie eben verabreicht.
Auch pauschale Bürokosten sollte man vereinbaren und sich nicht einfach
überraschen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hans-Peter Popowski
2004-11-04 10:23:09 UTC
Permalink
"Matthias Hanft" <***@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@hanft.de...

Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Post by Lutz Schulze
Nanu, wie das denn? Ist da nicht eine Gebührenordnung vor?
Bei den meisten StbGeb kann sich der Stb zwischen X/10 und Y/10 der
Gebühr entscheiden (je nach Tätigkeit wohl so zwischen 2/10 und 40/10
oder so).
Das macht durchaus einen Unterschied :-)
ja, und da es für jede Dienstleistung eine besondere Gebühr git, so summert
sich die Differenz u.U. enorm.
Mit den jeweiligen Höchstgebühren kann man schon so manchen UN kaputt
spielen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hans-Peter Popowski
2004-11-04 10:13:51 UTC
Permalink
"Lutz Schulze" <***@netzwerkseite.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@4ax.com...

Hallo Lutz,
Post by Lutz Schulze
Post by Karl Jenz
Habt ihr keinen Steuerberater, der für dich die
Steuererklärungen macht? Sollte man nach meiner
Meinung echt überlegen, weil das Thema Steuern
irgendwie immer komplizierter wird.
In dem Falle wäre ich eher dafür, das zu vereinfachen.
und wie sollte dies ausschauen? ;-))
(bin auch dafür.)
Post by Lutz Schulze
Post by Karl Jenz
Und wegen der Gebühren kann man sich eventuell bei
mehreren Steuerberatern erkundigen, es gibt Unterschiede.
Nanu, wie das denn? Ist da nicht eine Gebührenordnung vor?
Dann schau sie Dir doch mal an, erstens gibt es für jede einzelne
Dienstleistung immer eine Spanne von bis und zweitens sind auch
"individuelle" Vereinbarungen bei manchen Dienstleistungen möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hans-Peter Popowski
2004-11-03 17:17:07 UTC
Permalink
"Matthias Hanft" <***@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@hanft.de...

Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Post by Martin Schoenbeck
Im Prinzip ja. Allerdings ist die Bilanz und GUV eben erst fertig, wenn
auch diese Zahlen gebucht sind. Der Gewinn, der dann bleibt, ist der,
der im nächsten Jahr Dein Eigenkapital erhöht (oder die Verlustvorträge
vermindert). Der körperschaftsteuerliche Gewinn ergibt sich dann, indem
zum Bilanzgewinn die rückgestellten Steuern wieder addiert werden (als
nicht abziehbare Aufwendungen).
Ah, ok, ich glaub, ich habs kapiert: Man buche also die
KöSt des gegenwärtigen Jahres durchaus als "Ausgabe" in
die GuV, addiere sie zum daraus resultierenden Gewinn in
der KöSt-Erklärung jedoch wieder hinzu. Richtig?
ja, wobei es noch einige andere "Hinzurechnungen" gibt.
Bsp.:
Die Goldschmuck-GmbH, 01 gegründet, Sitz in R'bach, im HR
eingetragen.Gegenstand des UN, Herstellung und Vertrieb von Goldschmuck.
Die GmbH hat ein Stammkapital von 300.000 Euro.
Gesellschafter: 1. Gerd Goldzahn mit 150.000 und 2. Stephan Silberblick mit
150.000, beide sind Geschäftsführer und von der Beschränkung des § 181 BGB
befreit. Die Geschäftsräume werden durch die GmbH von der Ehefrau des
Silberblick gepachtet. Die vorläufigen Steuerbilanzen weisen folgende
Jahresüberschüsse aus: 02 - 100.000 und 03. 250.000.
1. Nach dem guten Verlauf des Jahres 02 beschlossen die Gesellschafter-GF im
Januar 03 eine Gehaltsnachzahlung in Höhe von jeweils 50.000.
2. Dem Gesellschafter Goldzahn wurde am 01.01.03 ein Darlehen in Höhe von
100.000 für ein Jahr gewährt mit einem Zinssatz von 4 %, für eine Geldanlage
bei ihrer Hausbank in gleicher Höhe/Laufzeit erhielt die GmbH 8 % Zinsen.
3. Vorauszahlungsbescheid v. 30.09.02 für 40.000 in 02 und für 120.000 für
03 wurden gezahlt.
4. Die Zinsen aus einer Festgeldanlage (8.000) wurden in 03 nach Abzug der
Kapitalertragsteuer (2.400) als Ertrag gebucht (5.600). Eine gesonderte
Aufwandsbuchung der Steuer wurde nicht vorgenommen.
5. Für die verspätete KöSt-Vorauszahlung zum 10.03.03 wurde ein
Säumniszuschlag 300 fällig.
6. Aus der KöSt-Abschlusszahlung 01 sind in 03 1.000 Zinsen angefallen (§
233a AO).
7. Die Gesamtkosten der Kundenbewirtung haben in 02 10.000 und in 03 15.000
betragen.
8. Für angeschaffte BGA erhielt die GmbH Investitionszulage 10.000.
9. In der Gesellschafterversammlung vom 25.02.04 wurde eine
Gewinnausschüttung für 03 in Höhe von 148.000 beschlossen
KöSt-Rückstellungen wurden noch nicht gebildet, Gewerbesteuerrückstellungen
sollen einmal unberücksichtigt bleiben, man nimmt einfach an, dass sie in
der zutreffenden Höhe gebildet wurden.

Einkommensermittlung:
Jahr | 02 | 03
|
vorläufiger Gewinn | 100.000 | 250.000 |
+ vGA Gehalt | | 100.000 |
+ vGA Zinsen | | 4.000 |
+ KSt-Vorauszahlungen | 40.000 | 120.000 |
+ Kapitalertragst./Zinsabschl. | | 2.400 |
+Säumniszuschl. | | 300 |
nabzf. Bewirtungsaufw. | 2.000 | 3.000 |
- Investzulage | | 10.000 |
----------------------------- |------------|------------|---------
= Einkommen/zvE | 142.000 | 469.700 |
-------------------------------------------------------------

So schnell kann es gehen. Ist aber auch ein ganz besonders krasses Beispiel.
Andererseits sind Außenprüfer auch nicht auf den Kopf gefallen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Matthias Hanft
2004-11-04 08:59:05 UTC
Permalink
Hallo Hans-Peter,
Post by Hans-Peter Popowski
ja, wobei es noch einige andere "Hinzurechnungen" gibt.
Die Goldschmuck-GmbH, 01 gegründet, Sitz in R'bach, im HR
eingetragen.Gegenstand des UN, Herstellung und Vertrieb von Goldschmuck.
Die GmbH hat ein Stammkapital von 300.000 Euro.
[...]

Oh je, das ist ja schon ein bißchen extrem - hoffentlich
passiert mir sowas nie :-)
Post by Hans-Peter Popowski
KöSt-Rückstellungen wurden noch nicht gebildet, Gewerbesteuerrückstellungen
sollen einmal unberücksichtigt bleiben, man nimmt einfach an, dass sie in
der zutreffenden Höhe gebildet wurden.
Apropos GewSt: Die wird beim Jahresabschluß _vor_ der KöSt
ermittelt und gebucht, oder? Denn _die_ ist ja wenigstens
eine abziehbare Betriebsausgabe (oder etwa nicht?!).

Gruß Matthias.
Martin Schoenbeck
2004-11-04 09:10:21 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Apropos GewSt: Die wird beim Jahresabschluß _vor_ der KöSt
ermittelt und gebucht, oder? Denn _die_ ist ja wenigstens
eine abziehbare Betriebsausgabe (oder etwa nicht?!).
So isses. ((Ergebnis vor GewSt) / (1 + (Gewerbersteuersatz * Hebesatz))) *
Gewerbesteuersatz * Hebesatz => Gewerbesteuer

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Hans-Peter Popowski
2004-11-04 13:38:30 UTC
Permalink
"Matthias Hanft" <***@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@hanft.de...

Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Post by Hans-Peter Popowski
ja, wobei es noch einige andere "Hinzurechnungen" gibt.
Die Goldschmuck-GmbH, 01 gegründet, Sitz in R'bach, im HR
eingetragen.Gegenstand des UN, Herstellung und Vertrieb von Goldschmuck.
Die GmbH hat ein Stammkapital von 300.000 Euro.
[...]
Oh je, das ist ja schon ein bißchen extrem - hoffentlich
passiert mir sowas nie :-)
schrieb ja auch "krasses" Beispiel, wenn die Buchführung der eines
gewissenhaften und ordentlichen Kaufmannes entspricht, so kommen solche
Probleme eben erst gar nicht auf.
Post by Matthias Hanft
Post by Hans-Peter Popowski
KöSt-Rückstellungen wurden noch nicht gebildet,
Gewerbesteuerrückstellungen sollen einmal unberücksichtigt bleiben,
man nimmt einfach an, dass sie in der zutreffenden Höhe gebildet
wurden.
Apropos GewSt: Die wird beim Jahresabschluß _vor_ der KöSt
ermittelt und gebucht, oder? Denn _die_ ist ja wenigstens
eine abziehbare Betriebsausgabe (oder etwa nicht?!).
Ja, stand ja auch so da ("in der zutreffenden Höhe gebildet wurden.").

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Hans-Peter Popowski
2004-11-03 16:15:53 UTC
Permalink
"Matthias Hanft" <***@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@hanft.de...

Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
[KöSt]
Post by Martin Schoenbeck
Ob man die Vorauszahlungen dahin bucht, ist zunächstmal Geschmacksache,
in die BWA sollten sie aber nicht als Kosten eingehen.
IIRC ist da die Standardeinstellung in den meisten Pro-
grammen, daß sowas abgesetzt von den übrigen Kosten ganz
unten unter "Neutraler Aufwand" (oder warens "Übrige
Steuern" oder so ähnlich?) erscheint. Mindert also
insofern durchaus das BWA-Ergebnis, aber man sieht's
auf einen Blick, wieviel das ist...
naja, das Betriebsergebnis sollte nicht durch Steuern verfälscht werden,
KöSt-Steuern gehören in die GuV.
Und wenn man von Bilanz spricht, sollte man immer unterscheiden, was man
eigentlich meint, die Handelsbilanz oder die Steuerbilanz, denn es gibt ja
auch noch die "latenten" Steuern.
In der BWA erscheinen sie als %-Satz vom Betriebsergebnis, sie erhöhen oder
mindern es nicht.
Post by Matthias Hanft
Post by Martin Schoenbeck
Im Endeffekt buchst Du
ganz zum Schluß, wenn Du weißt, wieviel Gewinn Du gemacht hast, die
erwartete Steuer auf 2200 etc. gegen Rückstellungen für Ertragssteuern
(09irgendwas). Die Vorauszahlungen buchst Du entweder vorher auf
Forderungen rüber oder Du buchst nur noch die Differenz. Ich bevorzuge
die erste Variante.
Hm. Also erst Bilanz und GuV machen, und _danach_ die
erwartete KöSt auf 2200 buchen (was ja schlagartig
den Gewinn in der GuV um die KöSt vermindert)?! (Mal
den einfachen Fall _ohne_ Vorauszahlungen angenommen.)
Oder hab ich Dich da mißverstanden?!
Man bucht auch die Steuern "zeitnah", sie gehören zur "Gewinnermittlung",
für die BWA sind ja dann die unterschiedlichsten "Steuerungsschlüssel"
maßgebend, wo etwas zusammengefasst wird.
Post by Matthias Hanft
PS: Sorry, wenn das dumme und/oder naive Fragen sind,
aber ich selbst hatte halt noch nie eine Körper-
schaft :-) (und die befreundeten GmbHs, bei denen
ich einen Blick in die Bilanzen und die KöSt-Berech-
nung werfen durfte, hatten so große Sprünge zwischen
Gewinnen und Verlusten in verschiedenen Jahren, daß
ich durch die ganzen Gewinn- und Verlust-Vor- und
-Rückträge die Berechnung und Buchung der KöSt irgend-
wie nie so richtig nachvollziehen konnte...
Ist auch nicht so einfach, hatte selbst auch sehr lange gebraucht bis ich
den roten Faden fand.
Aber damals war das alles noch etwas komplizierter, mit den vielen
verschiedenen "Töpfen", aus denen man eben unterschiedlich
Gewinnausschüttungen entnahm und man dann eben die jeweiligen
Dividendenberechnungen und Steuererstattungen ableiten musste.
Die KöSt ist doch im Prinzip nur eine Vorauszahlung auf die Steuern der
Eigner (Anrechnungsverfahren).
Bei Familienbetrieben stellt sich dann eben manchmal die Frage "wann
schüttet man aus?".
Klar, wenn Omma in Rente geht. ;-))
Post by Matthias Hanft
PPS: Gibts so ein Buch wie "Jahresabschluß leicht gemacht"
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3448055344/matthiashanft
auch für Kapitalgesellschaften? Ich hab da schon mal
intensiv gesucht, aber nur höchst spärliche und unin-
formative Ergebnisse erhalten... :-(
Hmm, Handels- oder Steuerbilanz? ;-))
Bei Dir wird wohl beides zutreffen werden.
Nun, ich habe meinen "Endriss" für die Bilanzen und für die BWL den
"Küting", der "Wöhe" steht zwar auch im Regal, aber ..... (manchmal schadet
das Reinschauen aber nicht).

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Martin Schoenbeck
2004-11-03 16:35:23 UTC
Permalink
Hallo Hans-Peter,
Post by Hans-Peter Popowski
Die KöSt ist doch im Prinzip nur eine Vorauszahlung auf die Steuern der
Eigner (Anrechnungsverfahren).
Das ist aber Schnee von gestern. Dafür gibt's ja jetzt das
Halbeinkünfteverfahren.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-04 09:12:57 UTC
Permalink
Hallo Martin,
Post by Martin Schoenbeck
Das ist aber Schnee von gestern. Dafür gibt's ja jetzt das
Halbeinkünfteverfahren.
Wie funktioniert das momentan gleich wieder? Die GmbH zahlt
auf den Jahresgewinn erst mal grundsätzlich 25% KöSt (+Soli),
richtig? Und eine evtl. Gewinnausschüttung ist dann in der
GmbH steuerlich irrelevant, und der jeweilige Gesellschafter
hat dadurch Einkünfte aus Kapitalvermögen (->Anlage KAP), die
nur zur Hälfte versteuert werden? Ist das so korrekt?

Gruß Matthias.
Martin Schoenbeck
2004-11-04 09:20:14 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Wie funktioniert das momentan gleich wieder? Die GmbH zahlt
auf den Jahresgewinn erst mal grundsätzlich 25% KöSt (+Soli),
richtig? Und eine evtl. Gewinnausschüttung ist dann in der
GmbH steuerlich irrelevant, und der jeweilige Gesellschafter
hat dadurch Einkünfte aus Kapitalvermögen (->Anlage KAP), die
nur zur Hälfte versteuert werden? Ist das so korrekt?
Ja.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-04 10:24:29 UTC
Permalink
Hallo Martin,

Martin Schoenbeck schrieb:

[GmbH-Gewinnentnahme korrekt vorgerechnet?]
Ja.
Das ist ja richtig einfach. Unglaublich, daß es sowas
im deutschen Steuerwesen auch noch gibt :-)))

Wo bucht man denn (im SKR03) so einen auszuschüttenden
Gewinn hin, solange er noch nicht ausgeschüttet ist?
Wie üblich auf 0860, oder gibts für auszuschüttende
Gewinne ein eigenes Konto?

Gruß Matthias.
Martin Schoenbeck
2004-11-04 13:24:47 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
Das ist ja richtig einfach. Unglaublich, daß es sowas
im deutschen Steuerwesen auch noch gibt :-)))
Muß man zugeben. Vor allem aber wurden durch diese Umstellung Gewinne
entlastet, die im Unternehmen bleiben.
Post by Matthias Hanft
Wo bucht man denn (im SKR03) so einen auszuschüttenden
Gewinn hin, solange er noch nicht ausgeschüttet ist?
Wie üblich auf 0860, oder gibts für auszuschüttende
Gewinne ein eigenes Konto?
Wenn der Beschluß gefaßt ist, wird ja normalerweise direkt ausgeschüttet.
Da braucht man dann kein Zwischenkonto. Und bis dahin bleiben sie natürlich
auf den Gewinnvortragskonten.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-04 14:09:53 UTC
Permalink
Hallo Martin,

Martin Schoenbeck schrieb:

[Gewinne bis zur Ausschüttung]
Post by Martin Schoenbeck
Wenn der Beschluß gefaßt ist, wird ja normalerweise direkt ausgeschüttet.
Da braucht man dann kein Zwischenkonto. Und bis dahin bleiben sie natürlich
auf den Gewinnvortragskonten.
Ah, ok. Wiederum höchst einfach :-)

BTW, ich habe im SKR03 gefunden: "Gewinnvortrag vor Ver-
wendung" und "Gewinnvortrag nach Verwendung". Wie "ver-
wendet" man denn einen Gewinnvortrag? :-) (soll heißen,
wann wird "_nach_ Verwendung" bebucht? Ist mir bisher
noch nie untergekommen).

Es _könnte_ übrigens sein (ist mir noch im Hinterkopf,
daß ichs irgendwo gelesen hätte), daß es seit 2004 oder
so ein spezielles Konto bei Datev dafür gibt ("Auszu-
schüttende Gewinnanteile laut Gesellschafterbeschluß"
oder so ähnlich). Aber das wäre dann ja eh nur eine
rein optisch-kosmetische Unterteilung...

Gruß Matthias.
Martin Schoenbeck
2004-11-04 19:47:00 UTC
Permalink
Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
BTW, ich habe im SKR03 gefunden: "Gewinnvortrag vor Ver-
wendung" und "Gewinnvortrag nach Verwendung". Wie "ver-
wendet" man denn einen Gewinnvortrag? :-) (soll heißen,
wann wird "_nach_ Verwendung" bebucht? Ist mir bisher
noch nie untergekommen).
Vermutlich, wenn man klarstellen will, daß die Gesellschafterversammlung
noch über die Verwendung (Zuführung zum Eigenkapital oder Ausschüttung)
befinden muß.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Karl Jenz
2004-11-04 14:13:49 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
Wenn der Beschluß gefaßt ist, wird ja normalerweise direkt
ausgeschüttet. Da braucht man dann kein Zwischenkonto. Und bis dahin
bleiben sie natürlich auf den Gewinnvortragskonten.
Hallo Martin,
mache ich auch so (Konto 890 oder so ähnlich).
Wobei ich die Kapitalertragsteuer auch von diesem
Gewinnvortrag abbuche.
Für jede Ausschüttung müssen (komplizierte)
Steuerbescheinigungen ausgestellt werden, aber
das ist schon ein anderes Thema :-)
--
Mfg Karl Jenz
http://www.karl-jenz.privat.t-online.de
Matthias Hanft
2004-11-04 14:49:52 UTC
Permalink
Hallo Karl,
Post by Karl Jenz
mache ich auch so (Konto 890 oder so ähnlich).
860, glaub ich.
Post by Karl Jenz
Wobei ich die Kapitalertragsteuer auch von diesem
Gewinnvortrag abbuche.
Für jede Ausschüttung müssen (komplizierte)
Steuerbescheinigungen ausgestellt werden, aber
das ist schon ein anderes Thema :-)
...das mich selbstverständlich ebenfalls interessiert :-)

Wie läuft so eine Ausschüttung denn ab? Da muß Kapital-
ertragssteuer abgeführt werden? Gibts da ein bißchen was
im Web drüber zu lesen (gerne auch in Gesetzen selbst;
notfalls in gedruckten Büchern, aber da hab ich bei
Amazon schon mal rumgesucht und nicht wirklich was
gefunden - entweder warens Praxisbücher für Einzel-
unternehmer oder Vorbereitungsbücher für BWL-Klau-
suren oder Stb-Prüfungen; warum gibts keine Praxis-
bücher für GmbH-GS-GF?! Argh!)?

Gruß Matthias.
Karl Jenz
2004-11-04 18:09:33 UTC
Permalink
Post by Matthias Hanft
Post by Karl Jenz
mache ich auch so (Konto 890 oder so ähnlich).
860, glaub ich.
Hallo Matthias,
860 ist richtig. Bei einer GmbH bucht man im Normalfall
alles über ein Konto (860), was den Gewinn betrifft.
Im Kontenplan SKR 03 sind dafür mehrere Konten
vorgesehen, das macht aber nur bei Siemens, AEG,
VW, Opel und DaimlerChrysler einen Sinn :-)
Post by Matthias Hanft
Post by Karl Jenz
Wobei ich die Kapitalertragsteuer auch von diesem
Gewinnvortrag abbuche.
Für jede Ausschüttung müssen (komplizierte)
Steuerbescheinigungen ausgestellt werden, aber
das ist schon ein anderes Thema :-)
...das mich selbstverständlich ebenfalls interessiert :-)
die Sache ist im Prinzip nicht so schwierig.
Wenn du für die Steuerbescheinigung irgendwo
ein Muster auftreiben kannst, dann ist das auch
hinzukriegen. Die Anmeldung der Kapitalertragsteuer
ist auch nicht schwierig. Du solltest vielleicht
einfach mal bei deinem Arbeitgeber dir diese Unterlagen
zu Gemüte führen.
Mit einem Steuerberater hat man es damit natürlich
recht einfach. Der erstellt normalerweise alle
Formulare über Datev.
Es gibt da allerdings ein kleines Problem:
Theoretisch könnten Altgewinne ausgeschüttet werden,
für die das Halbeinkünftverfahren (noch) nicht gilt.
Dann wird es etwas kompliziert, der Fall ist
aber eher unwahrscheinlich.
Post by Matthias Hanft
Wie läuft so eine Ausschüttung denn ab? Da muß Kapital-
ertragssteuer abgeführt werden?
Die Ausschüttung muss in einer Gesellschafterversammlung
beschlossen werden. Die Kapitalertragsteuer ist bis
zum 10. des Folgemonats anzumelden und zu zahlen.

Von der Steuerbescheinigung erhält der Gesellschafter
das Originial für seine Steuererklärung, eine Kopie
bleibt bei den eigenen Unterlagen. Diese
Steuererklärung muss nicht einmal unbedingt
unterschrieben werden.
Post by Matthias Hanft
Gibts da ein bißchen was
im Web drüber zu lesen (gerne auch in Gesetzen selbst;
notfalls in gedruckten Büchern, aber da hab ich bei
Amazon schon mal rumgesucht und nicht wirklich was
gefunden - entweder warens Praxisbücher für Einzel-
unternehmer oder Vorbereitungsbücher für BWL-Klau-
suren oder Stb-Prüfungen; warum gibts keine Praxis-
bücher für GmbH-GS-GF?! Argh!)?
Es gibt bestimmt Bücher, wenn diese vielleicht auch
nicht ganz billig sind. Wenn ich über so ein Thema
genauer Bescheid wissen will, dann stöbere ich
in einer Fachbuchhandlung. Dann kann ich gleich
erkennen, ob das Fachbuch nach meiner Einschätzung
etwas taugt. Und vor allem, ob es nicht schon
überholt ist. Leider hat ein Fachbuch heutzutage
nur noch eine "Halbwertzeit" von zwei Jahren.
--
Mfg Karl Jenz
http://www.karl-jenz.privat.t-online.de
Martin Schoenbeck
2004-11-04 19:39:51 UTC
Permalink
Hallo Karl,
Post by Karl Jenz
mache ich auch so (Konto 890 oder so ähnlich).
Wobei ich die Kapitalertragsteuer auch von diesem
Gewinnvortrag abbuche.
Das geht natürlich auch.
Post by Karl Jenz
Für jede Ausschüttung müssen (komplizierte)
Steuerbescheinigungen ausgestellt werden, aber
das ist schon ein anderes Thema :-)
Aber auch nicht so kompliziert, daß man das nicht bewältigen kann. Meine
wurden jedenfalls bisher nicht bemängelt. Einmal fanden sie die sogar so
gut, daß sie gleich doppelt abgebucht haben.

@Matthias: Muster des Formulars unter
http://www.fm.nrw.de/cgi-bin/fm/lib/all/lob/return_download.cgi/kapst_2004_bmf_ausf.pdf?ticket=guest&bid=1361&no_mime_type=0

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
-------------------------------------------------------
Softwarepatente? Nein, danke. Hier eintragen:
http://petition.eurolinux.org/index_html
Matthias Hanft
2004-11-05 08:23:19 UTC
Permalink
Post by Martin Schoenbeck
@Matthias: Muster des Formulars unter
http://www.fm.nrw.de/cgi-bin/fm/lib/all/lob/return_download.cgi/kapst_2004_bmf_ausf.pdf?ticket=guest&bid=1361&no_mime_type=0
Danke, gespeichert :-)

Gruß Matthias.

Lutz Schulze
2004-11-03 17:45:23 UTC
Permalink
On Wed, 3 Nov 2004 17:15:53 +0100, "Hans-Peter Popowski"
Post by Hans-Peter Popowski
naja, das Betriebsergebnis sollte nicht durch Steuern verfälscht werden,
das seufzt meine Brieftasche auch immer ...

Lutz
--
Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de
jetzt neu: Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk
Test im IT-Administrator http://www.it-administrator.de/artikel/13301.html
http://www.netzwerkseite.de - die Seite rund um EDV-Netzwerke
Matthias Hanft
2004-11-04 09:09:50 UTC
Permalink
Hallo Hans-Peter,
Post by Hans-Peter Popowski
naja, das Betriebsergebnis sollte nicht durch Steuern verfälscht werden,
KöSt-Steuern gehören in die GuV.
In der BWA erscheinen sie als %-Satz vom Betriebsergebnis, sie erhöhen oder
mindern es nicht.
Man bucht auch die Steuern "zeitnah", sie gehören zur "Gewinnermittlung",
für die BWA sind ja dann die unterschiedlichsten "Steuerungsschlüssel"
maßgebend, wo etwas zusammengefasst wird.
Hm, hab grad keine Fibu-Software zur Hand - ich war immer
der Meinung, daß die KöSt in der BWA unter "Neutraler Auf-
wand" eingetragen war und dadurch das BWA-Ergebnis durch-
aus gemindert hat... aber evtl. täusche ich mich da auch.
Werde ich nochmal ausprobieren, danke für den Tip!
Post by Hans-Peter Popowski
Und wenn man von Bilanz spricht, sollte man immer unterscheiden, was man
eigentlich meint, die Handelsbilanz oder die Steuerbilanz, denn es gibt ja
auch noch die "latenten" Steuern.
Die GmbHs, die ich kenne, machen nur eine einzige Bilanz
("Einheitsbilanz"?).

Das Konto "Rückstellungen für latente Steuern" hab ich im
SKR03 auch schon mal gesehen und mich da schon gewundert,
was "latente Steuern" denn sein sollen. Was sollen sie
denn sein?!

Danke & Gruß Matthias.
Hans-Peter Popowski
2004-11-04 13:37:43 UTC
Permalink
Dieser beitrag ist möglicherweise unangemessen. Klicken sie auf, um es anzuzeigen.
Matthias Hanft
2004-11-04 14:31:45 UTC
Permalink
Hallo Hans-Peter,

Hans-Peter Popowski schrieb:

[BWA]
Post by Hans-Peter Popowski
ja, Du täuschst Dich, die Kontenklasse "2" wird außerhalb des
Betriebsergebnisses dargestellt.
Jo, das kenn' ich schon, daß die in der BWA ganz unten
steht - allerdings gibts bei den "2ern" ja trotzdem
gewinnrelevante Konten wie z.B. "Anlagenabgänge Rest-
buchwert", "Einstellung in die Ansparabschreibung",
"Einstellung in die EWB" oder "Forderungsverluste"
auf der Ausgabenseite; und "Zinsen", "Auflösung von
Ansparabschreibung/EWB" etc. auf der Einnahmenseite
- das alles trägt ja schon zur Gewinnermittlung bei.

Daher hat's mich gewundert, daß die KöSt da auch mit
drin ist, aber eben _keine_ Gewinnrelevanz hat.
Post by Hans-Peter Popowski
Finde ich gut, denn wenn man weiß, wo das Programm was hinbucht, so hat man
auch keine Probleme mit dem Buchen.
Das ist immer und überall gut, wenn man weiß, was seine
Software tut :-) (oh, das reimt sich sogar :-)
Post by Hans-Peter Popowski
Also irgendein Konto wird aufgeteilt (USt und Nettobetrag), bzw. dem
Anlagevermögen, Umlaufvermögen, GuV, Bilanz (oder EÜR), BWA zugeteilt. Die
Schlüsselpositionen sollte man schon kennen.
Lass Dir das einmal von Deinem StB erklären, wenn er das kann, dann ist er
schon mal als gut einzuschätzen, denn er muss ja die entsprechenden
Rückschlüsse aus dem komprimierten Zahlenwerk des Rechnungswesens ziehen.
Na, _das_ kann ich auch selber erklären :-) Ich wage sogar
zu behaupten, daß ich die Steuern eines Einzelunternehmers
relativ vollständig im Griff habe. Lediglich Kapitalgesell-
schaften kenne ich bisher nur vom Zugucken. Das soll sich
nun ändern :-)

["Latente Steuern"]
Post by Hans-Peter Popowski
Siehst Du, so schnell kommt man auf _einen_ Unterschied zwischen
Steuerbilanz und Handelsbilanz. Erst einmal vorab, der steuerrechtliche
Gewinn kann vom handelsrechtliche abweichen, u.U. sogar in Größenordnungen.
Dann müsste man doch auch für den jeweiligen Gewinn eine andere
Steuerfestsetzung ermitteln, klar soweit?
Und die betrieblichen Steuern, die auf den Unterschiedsbetrag entfallen,
nennt man
"latente Steuern". [...]
Jetzt hast Du aber immer noch geschickt verschwiegen, um
_welche_ Steuern es sich dabei handeln kann (KöSt, ESt,
USt, GewSt, ...? :-) Oder einfach alle?

Hast Du zufällig einen Link zu einer Web-Seite "Unter-
schiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz für Dummies"? :-)
Post by Hans-Peter Popowski
Hier war es bei den StB (nach der Wende üblich), dass man jedem
Gewerbetreibenden eine Bilanz auf's Auge drückte, obwohl eine EÜR
ausgereicht hätte und auch keine andersweitige Notwendigkeit vorlag. (Hätte
sie alle erschießen können.) Das "Warum" muss man wohl nicht noch extra
erklären, denn die StBGebVO hatten wir ja gerade. :-((
Das war nicht nur "hier-bei-Dir" und "nach der Wende" üblich,
sondern durchaus auch "hier-bei-mir" und 1986 bei einer GbR
mit vielleicht 100 DM Monatsumsatz...

Wobei ich sagen muß, daß ich da heute schon auch ein bißchen
dankbar dafür bin. Wenn ich nicht eh schon mit Bilanzierung
"aufgewachsen" wäre, hätte ichs heute viel schwerer mit ei-
nem Umstieg von EÜR gehabt...

Naja, Lehrgeld halt.

Gruß Matthias.
Hans-Peter Popowski
2004-11-04 15:45:51 UTC
Permalink
"Matthias Hanft" <***@hanft.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@hanft.de...

Hallo Matthias,
Post by Matthias Hanft
[BWA]
Post by Hans-Peter Popowski
ja, Du täuschst Dich, die Kontenklasse "2" wird außerhalb des
Betriebsergebnisses dargestellt.
Jo, das kenn' ich schon, daß die in der BWA ganz unten
steht - allerdings gibts bei den "2ern" ja trotzdem
gewinnrelevante Konten wie z.B. "Anlagenabgänge Rest-
buchwert", "Einstellung in die Ansparabschreibung",
"Einstellung in die EWB" oder "Forderungsverluste"
auf der Ausgabenseite; und "Zinsen", "Auflösung von
Ansparabschreibung/EWB" etc. auf der Einnahmenseite
- das alles trägt ja schon zur Gewinnermittlung bei.
Daher hat's mich gewundert, daß die KöSt da auch mit
drin ist, aber eben _keine_ Gewinnrelevanz hat.
hmm, Du bist immer noch auf dem falschen Weg. Betriebsergebnis |= Gewinn.
Was hat z.B. eine Ansparabschreibung mit dem Betriebsergebnis zu tun.
Definiere Betriebsergebnis.
IMHO der wirtschaftliche Erfolg, der sich aus dem betriebsbezogenen Ertrag
abzüglich des betrieblichen Aufwandes in einer Wirtschaftsperiode ergibt.
Also immer auf die konkreten unternehmerischen Tätigkeiten bezogen, u.U.
muss man für verschiedene Geschäftsfelder getrennte "Betriebsergebnisse"
ermitteln.
Post by Matthias Hanft
Post by Hans-Peter Popowski
Finde ich gut, denn wenn man weiß, wo das Programm was hinbucht, so hat
man auch keine Probleme mit dem Buchen.
Das ist immer und überall gut, wenn man weiß, was seine
Software tut :-) (oh, das reimt sich sogar :-)
Tja, viele wissen das eben nicht, lass mal Deine Steuerklärung von Deinem
StB (oder seinem Mitarbeiter) einmal mit der Hand ausrechnen (Taschenrechner
darf als Hilfsmittel verwendet werden) und vergleiche das Ergebnis mit den
Zahlen, die seine Software ausspuckte. ;-))
Damit bin ich immer bei der Ausbildung negativ aufgefallen. Aber ein
Professor für Steuerrecht aus Berlin, hat mich einmal mit meiner Meinung
bestätigt, er meinte, daran krankt unsere Gesellschaft, vor allem unser
Bildungssystem, es will und kann fast niemand mehr im Kopf rechnen. IMHO ist
schon der Taschenrechner nicht notwendig.
Post by Matthias Hanft
Post by Hans-Peter Popowski
Also irgendein Konto wird aufgeteilt (USt und Nettobetrag), bzw. dem
Anlagevermögen, Umlaufvermögen, GuV, Bilanz (oder EÜR), BWA zugeteilt.
Die Schlüsselpositionen sollte man schon kennen.
Lass Dir das einmal von Deinem StB erklären, wenn er das kann, dann ist
er schon mal als gut einzuschätzen, denn er muss ja die entsprechenden
Rückschlüsse aus dem komprimierten Zahlenwerk des Rechnungswesens ziehen.
Na, _das_ kann ich auch selber erklären :-) Ich wage sogar
zu behaupten, daß ich die Steuern eines Einzelunternehmers
relativ vollständig im Griff habe. Lediglich Kapitalgesell-
schaften kenne ich bisher nur vom Zugucken. Das soll sich
nun ändern :-)
Eigentlich wollte ich mehr auf das eigenständige Denken in Richtung BWL
hinaus, d.h. was man mit den Zahlen aus dem Rechnungswesen so alles anfangen
kann.
Wobei natürlich die Steuer nicht vergesen werden darf, aber auch da kann man
aus den Zahlen einiges ableiten, um zu einer geringeren Steuerlast zu
kommen,
aber das muss man immer im Zusammenhang sehen. Was dabei herauskommt, wenn
man nur auf Teufel komm raus Steuern sparen will, das sollte eigentlich
jeder "einfache" Kaufmann wissen.
Man kann das Rechnungswesen immer nur als Ganzes betrachten. Demzufolge muss
es auch für jedes Unternehmen entsprechend angepasst werden, wobei es auch
viele Unternehmen gibt, bei denen man keine gravierenden Unterschiede machen
muss. Und die üblichen BF-Softwareprogramme sind so ausgestaltet, dass sie
eben viele Möglichkeiten schon von Haus aus anbieten.
Post by Matthias Hanft
["Latente Steuern"]
Post by Hans-Peter Popowski
Siehst Du, so schnell kommt man auf _einen_ Unterschied zwischen
Steuerbilanz und Handelsbilanz. Erst einmal vorab, der steuerrechtliche
Gewinn kann vom handelsrechtliche abweichen, u.U. sogar in
Größenordnungen.
Dann müsste man doch auch für den jeweiligen Gewinn eine andere
Steuerfestsetzung ermitteln, klar soweit?
Und die betrieblichen Steuern, die auf den Unterschiedsbetrag entfallen,
nennt man "latente Steuern". [...]
Jetzt hast Du aber immer noch geschickt verschwiegen, um
_welche_ Steuern es sich dabei handeln kann (KöSt, ESt,
USt, GewSt, ...? :-) Oder einfach alle?
Warum liest Du nicht was da steht? "betriebliche" Steuern.
Definiere "betriebliche" Steuern?
Post by Matthias Hanft
Hast Du zufällig einen Link zu einer Web-Seite "Unter-
schiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz für Dummies"? :-)
Wow, Du überforderst mich jetzt.
Wenn man betrieblich von Bilanz spricht ist eigentlich immer die
Handelsbilanz gemeint und da ist das HGB sehr hilfreich. Steuerrechtliche
Vorschriften sind dann für die Steuerbilanz wichtig. Man spricht ja auch
grundsätzlich von der "Maßgeblichkeit der Handelsbilanz" für die
Steuerbilanz, und zum "grundsätzlich" sei angemerkt, dass es auch noch die
umgekehrte Maßgeblichkeit gibt.
Und bei der Handelsbilanz gibt es eben auch noch ein paar kleine
Unterschiede zwischen der Handelsbilanz von natürlichen Personen und der von
juristischen Personen (sprich Kapitalgesellschaften).
Post by Matthias Hanft
Post by Hans-Peter Popowski
Hier war es bei den StB (nach der Wende üblich), dass man jedem
Gewerbetreibenden eine Bilanz auf's Auge drückte, obwohl eine EÜR
ausgereicht hätte und auch keine andersweitige Notwendigkeit vorlag.
(Hätte sie alle erschießen können.) Das "Warum" muss man wohl nicht
noch extra erklären, denn die StBGebVO hatten wir ja gerade. :-((
Das war nicht nur "hier-bei-Dir" und "nach der Wende" üblich,
sondern durchaus auch "hier-bei-mir" und 1986 bei einer GbR
mit vielleicht 100 DM Monatsumsatz...
Ist ja noch schlimmer, dazu fällt mir immer MLM ein, meist GbR, da
Ehepartner immer eingebunden werden, und vom Umsatz her ....
Andererseits haben viele MLM-Unternehmen einen "speziellen" StB, den sie
dann "empfehlen", denn der "kümmert" sich um alles. :-((
Post by Matthias Hanft
Wobei ich sagen muß, daß ich da heute schon auch ein bißchen
dankbar dafür bin. Wenn ich nicht eh schon mit Bilanzierung
"aufgewachsen" wäre, hätte ichs heute viel schwerer mit ei-
nem Umstieg von EÜR gehabt...
Naja, Lehrgeld halt.
Schön, dass Du das so siehst, manche StB werden Dir für diese Denkweise
danken, hätt'ste aber auch preiswerter haben können (vom Zeitaufwand einmal
abgesehen).
Hatte ja mal meine drei "wichtigsten" Bücher erwähnt, sie sind zwar schon
eine Investition, aber die rechnet sich, denn man muss nur einmal (abgesehen
von Aktualisierungen, die man aber nicht jedes Jahr tätigen muss)
investieren, die Bücher sind immer zur Hand und kosten nur einmal, der StB
hingegen ......

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Peter
Edgar Warnecke
2004-11-03 10:14:20 UTC
Permalink
Post by Anna
Hallo, NG,
ich würde trotz eines eigentlich sehr niedrigen Gewinns meine GmbH aus
haftungstechnichen Gründen in eine GmbH umwandeln bzw. eine GmbH gründen
Ahhhh ja. Die GmbH in eine GmbH umwandeln. Soso...

Ey, hoer mal Klaus-Baerbel,

bei Dir regnet's durch, die Kauleisten sind im Arxx, Krampfadern und
mit 45 noch keinen richtigen Namen.

Was willst Du hier?

EKWNW

***@r
--
Einfach ist genial
Die FAQ für de.etc.beruf.selbstaendig: www.debs-faq.de
Thomas Budich
2004-11-03 10:53:59 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Anna
ich würde trotz eines eigentlich sehr niedrigen Gewinns meine GmbH aus
haftungstechnichen Gründen in eine GmbH umwandeln
nenn uns doch mal Deine "Firmierung", Geschäftstätigkeit und
Adresse,
dann wissen wir welches Unternehmen auch zu meiden ist.
--
Mit freundlichen Gruessen Dipl.-Ing.(FH) Thomas Budich
[ E-Mail Antworten hierauf werden automatisch gelöscht ]
Lesen Sie weiter auf narkive:
Loading...